Was „dein eigenes Geschäft“ wirklich bedeutet
Kiyosaki meint damit nicht, dass du sofort kündigen und eine Firma gründen sollst. Er meint: Egal wo du arbeitest – baue parallel deine eigenen Vermögenswerte auf. Dein Job bringt Geld und Erfahrung. „Dein Geschäft“ ist das, was dir selbst gehört.
Poor Dad: „Ich habe einen guten Job und ein sicheres Gehalt.“
Rich Dad: „Dein Job gehört dir nicht. Du arbeitest für das System von jemand anderem. Was besitzt du?“
Was zu „deinem Geschäft“ gehört
Deine Werte, die dir gehören
- + Deine Fähigkeiten und dein Wissen
- + Deine Projekte: Blog, Kanal, Shop, Portfolio
- + Deine Ersparnisse und Investments
- + Deine Kontakte und dein Ruf
Das Geschäft von anderen
- – Die Firma, für die du arbeitest
- – Der Ruf und die Marke deines Chefs
- – Das System, das dir nicht gehört
- – Die Karriere, die von einer Firma abhängt
McDonald's verkauft keine Burger
Rich Dad erzählte Robert von Ray Kroc, dem Gründer von McDonald's. Kroc hielt einmal eine Rede vor Studierenden und fragte: „Was für ein Geschäft betreibe ich?“ Alle lachten und riefen: „Burger!“ Kroc antwortete: „Falsch. Mein Geschäft sind Immobilien.“
Sein Punkt: McDonald's verkauft Burger, aber das eigentliche Vermögen steckt im Land und den Gebäuden unter den Filialen. Während die Angestellten Burger braten, baut das Unternehmen Immobilienwerte auf. Wer nur auf sein Gehalt schaut, verpasst diese Ebene komplett.
Frage dich bei allem, was du tust: Wem gehört das, was hier aufgebaut wird? Wenn die Antwort „jemand anderem“ ist, ist es okay – solange du parallel an deinem eigenen Aufbau arbeitest.
Für dein Alter übersetzt
Schule und Praktika
Schule und Praktika sind wertvoll – aber sie gehören zuerst „den anderen“. Dein eigenes Geschäft beginnt, wenn du aus dem Gelernten eigene Projekte machst: ein Portfolio deiner Arbeiten, ein kleines Portfolio-Website, ein Kanal zu einem Thema, das du beherrschst.
Deine erste eigene Einnahmequelle
Nachhilfe, Hunde ausführen, Design-Aufträge, Videoschnitt, Reparaturen: Das ist aktives Einkommen – aber es lehrt dich Preise setzen, Kunden finden und Verantwortung übernehmen. Genau diese Fähigkeiten brauchst du später für Vermögenswerte.
Der Skill-Ordner
Lege einen Ordner (digital oder auf Papier) an, in dem du alles sammelst, was du kannst: Zertifikate, Projekte, Feedback, Erfolge. Das ist die Anfangsversion deiner „eigenen Vermögenssäule“ – und später Gold wert bei Bewerbungen oder eigenen Kunden.
Probier es aus
Schreibe drei Dinge auf, die dir gehören und dir in Zukunft Geld oder Möglichkeiten bringen können. Zum Beispiel: „Ich kann gut zeichnen“, „Ich habe 200 € gespart“, „Ich kenne jeden im Skaterpark“. Überlege dann zu jedem Punkt einen kleinen nächsten Schritt – und mach den ersten noch diese Woche.